| Barack Hussein Obama, Jr. (* 4. August 1961 in Honolulu, Hawaii) | |
Barack Hussein Obama, Jr. (* 4. August 1961 in Honolulu, Hawaii) ist ein amerikanischer Politiker. Der promovierte Jurist gehört der Demokratischen Partei an und vertritt seit 2005 den Bundesstaat Illinois im Senat der Vereinigten Staaten.
Obama ist seit der Präsidentschaftswahl am 4. November 2008 der designierte 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Seine Amtseinführung ist für den 20. Januar 2009 vorgesehen.
Kindheit und Jugend
Obamas Vater, Barack Hussein Obama Senior (1936–1982), stammte aus Alego in Kenia und gehörte zum Luo-Volk. Seine Mutter, Stanley Ann Dunham (1942–1995), war eine weiße US-Amerikanerin aus Wichita, Kansas. Die Eltern lernten sich als Studenten an der Universität von Hawaii in Manoa kennen. Sie heirateten 1961 auf Hawaii, während in anderen Teilen der USA Ehen zwischen Schwarzen und Weißen noch verboten waren.
1963 ließen sich die Eltern scheiden. Der Vater setzte sein Studium an der Harvard University fort. Obama sah ihn als Zehnjähriger zum letzten Mal. Die Mutter heiratete einen Studenten und späteren Ölmanager aus Indonesien und zog mit ihm und ihrem Sohn Barack nach Jakarta. Dort wurde seine Halbschwester Maya geboren.
Von väterlicher Seite hat Obama einen jüngeren Halbbruder, der in den Slums von Nairobi lebt, und eine Halbschwester (Auma), die in Heidelberg studiert hat. Kenias Oppositionschef Raila Odinga erklärte im Januar 2008, er sei ein Cousin Barack Obamas; ein Onkel Obamas aus Kenia bestreitet dies jedoch.
Barack besuchte in Jakarta von 1967 bis 1970 eine katholische, 1970/71 eine staatliche Schule mit Schülern verschiedener Religionsangehörigkeit und kehrte 1971 nach Hawaii zurück. Dort zogen ihn die Eltern seiner Mutter, Madelyn (1922-2008) und Stanley Dunham (1918–1992), auf. Sie schulten ihn in die fünfte Klasse der renommierten privaten Punahou School ein, deren Ausbildung er 1979 mit Auszeichnung abschloss.
Studium und Beruf
Barack Obama studierte zwei Jahre am Occidental College in Los Angeles und wechselte 1981 an die Columbia University in New York City. Nach seinem Bachelor-Abschluss 1983 in Politikwissenschaften (Schwerpunkt Internationale Beziehungen) arbeitete er ein Jahr lang für das Wirtschaftsberatungsunternehmen Business International Corporation in New York. 1985 wechselte er nach Chicago, wo er für eine gemeinnützige Organisation arbeitete, die Kirchengemeinden beim Arbeitstraining für Einwohner armer Stadtviertel half. Danach studierte er drei weitere Jahre Rechtswissenschaft an der Harvard Law School und wurde dort zum Präsidenten der Fachzeitschrift Harvard Law Review gewählt. Er gilt als der erste Afroamerikaner in diesem Amt. 1991 machte Obama seinen J.D.-Abschluss mit der Gesamtbewertung magna cum laude.
Obama kehrte 1992 nach Chicago zurück und arbeitete ab 1993 in der auf Bürgerrechte spezialisierten Anwaltssozietät Miner, Barnhill and Galland. Außerdem lehrte er bis zu seiner Wahl in den US-Senat 2004 Verfassungsrecht an der University of Chicago.
Privatleben
Barack Obama ist seit 1992 mit Michelle Obama (* 1964) verheiratet, die wie er an der Harvard Law School studierte und selbst in der öffentlichen Verwaltung von Chicago tätig ist. Sie lernten sich in der Anwaltskanzlei kennen, in der Michelle nach ihrem Abschluss 1988 arbeitete und dem jungen Praktikanten Barack Obama als Tutorin zugeteilt war. Sie haben zwei Töchter: Malia Ann (* 1998) und Natasha ('Sasha') (* 2001). Barack Obama lebt mit seiner Familie in Chicago.
Präsident der Vereinigten Staaten
Der 47-Jährige Barack Obama, gewählt am 4. November 2008, zieht als 44. Präsident der Vereinigten Staaten ins Weiße Haus ein. Damit wird er der erste Staats- und Regierungschef der USA mit dunkler Hautfarbe. Der Kandidat der Demokratischen Partei sicherte sich die erforderliche Mehrheit der mindestens 270 Wahlmännerstimmen. Am 20. Januar 2009 werden Obama und der designierte Vizepräsident Joe Biden in Washington den Amtseid ablegen.
Am nationalen Wahltag, dem 4. November 2008, errangen Obama und Joe Biden eine Mehrheit von mindestens 365 Wahlmännern des Electoral College und 53 % aller abgegebenen Wählerstimmen gegenüber mindestens 162 Wahlmännern und 46 % für die republikanischen Kandidaten, John McCain und Sarah Palin. Parallel dazu vergrößerten die Demokraten ihre Mehrheit im Senat um mindestens sechs auf 57 Sitze gegenüber 40 Sitzen für die Republikaner, im Repräsentantenhaus um mindestens 20 Sitze auf 256 gegenüber 175 Sitzen.
Das Ergebnis entsprach den meisten nationalen Umfragen, die seit der Finanzkrise landesweit kontinuierlich einen Vorsprung von durchschnittlich 7,6 Prozent für Obama vorausgesagt hatten.[52] Dieser gewann in allen Bundesstaaten, deren Wahlmänner bereits John Kerry 2004 gewonnen hatte, und dazu etliche Staaten, die damals für George W. Bush votiert hatten, darunter Virginia, North Carolina und Indiana, die zuvor jahrzehntelang republikanische Kandidaten gewählt hatten, sowie die wichtigen Swing States New Mexico, Ohio und Florida. Darüber hinaus gewann Obama noch die Wahl im Second Congressional District von Nebraska, einem der beiden Bundesstaaten, die derzeit einen Teil ihrer Wahlmänner auf die einzelnen Kongreßdistrikte verteilen.[
Quelle auch: 13.11.2008 - http://de.wikipedia.org/wiki/Barack_Obama
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