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Positionen: Abtreibung und Kirche

Recht auf Abtreibung

.... Ferner regte Obamas Wahlkampfteam „Hauspartys zu amerikanischen Werten“ an, zu denen gastgebende Obama-Anhänger Mitglieder ihrer Kirchen empfingen. Kräftige Unterstützung bei dem Unterfangen, moderat konservative Gläubige zu gewinnen, leisten zudem linksliberale, christliche Vereinigungen, die das religiöse Themenspektrum um Fragen sozialer Gerechtigkeit, Armutsbekämpfung sowie den Schutz von Umwelt und Klima erweiterten. Obama versuchte Brücken zu Wählern zu bauen, denen sein politisches Programm grundsätzlich zusagte, die sich jedoch daran störten, dass der gewählte Präsident ein Recht auf Abtreibung befürwortet. Die ideologischen Gegensätze wollte Obama entschärfen, indem er dafür plädierte, durch Erziehung von Teenagern zur Enthaltsamkeit und durch staatliche Hilfe für Schwangere die Zahl der Abtreibungen zu senken. ...

Quelle: FAZ (Religion im Wahlkampf - Eine verrückte, wilde Sache) - 16.11.2008 - http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/ Doc~E86DB666E66C643E59618B7FB7BF10E2D~ATpl~Ecommon~Scontent.html


Positionen: Haltung zur Todesstrafe

Todesstrafe

Obama befürwortet die Todesstrafe für als besonders verwerflich geltende Verbrechen. In einer öffentlichen Debatte erklärte er, dies erlaube es der Gesellschaft, „das volle Ausmaß ihrer Empörung durch die Verhängung der ultimativen Strafe zum Ausdruck zu bringen.“ In seinem Buch The Audacity of Hope nennt er als Beispiele solcher Straftaten die Vergewaltigung und Ermordung von Kindern sowie Massenmorde. Deshalb kritisierte Obama die Entscheidung des United States Supreme Court zum Fall Kennedy v. Louisiana, welche ein Todesurteil wegen der Vergewaltigung eines Kindes für verfassungswidrig erklärte.

Gleichwohl trägt die Todesstrafe nach Obamas Ansicht nur wenig zur Verhinderung von Verbrechen bei. Viele Todesurteile kämen nur aufgrund fragwürdiger Polizeimethoden, rassistischer Vorurteile und schlechter Strafverteidiger zustande. Deshalb wirkte er als Senator in Illinois an einem Gesetz zur Aussetzung von Todesurteilen mit, die ohne überprüfbares rechtsstaatliches Verfahren zustande gekommen waren.

..... 1998 wurde Obama zum ersten, 2002 zum zweiten Mal, diesmal ohne Gegenkandidaten, in den Senat von Illinois wiedergewählt. Er initiierte ein Gesetz, das die Polizei verpflichtete, Vernehmungen auf Video aufzuzeichnen, die bei Anklagen auf Todesstrafe verwendet werden sollen.

Quelle: 10.11.2008 - http://de.wikipedia.org/wiki/Barack_Obama


Deutsche Politiker kritisieren Barack Obama

Viele deutsche Politiker sympathisieren mit Barack Obama - doch wird Empörung laut: der US-Präsidentschaftskandidat hatte sich für die Todesstrafe für Kinderschänder ausgesprochen.

Deutsche Politiker haben das Eintreten des demokratischen US-Präsidentschaftsbewerbers Barack Obama für die Todesstrafe für Kinderschänder kritisiert. "Barack Obama sollte sich für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzen, nicht für ihre Ausweitung", sagte Grünen-Chefin Claudia Roth der Bild-Zeitung. Die Todesstrafe sei nicht zu rechtfertigen, auch nicht zur Bestrafung schlimmster Verbrechen.

CSU-Chef Erwin Huber sagte der Zeitung: "Kinderschändung ist mit das abscheulichste Verbrechen. Aber das Verbot der Todesstrafe muss absolute Gültigkeit haben." Der außenpolitische Sprecher der Union im Bundestag, Eckart von Klaeden (CDU), warnte vor einem falschen Obama-Bild in Europa: "Bei all der ’Obamania’ in Europa machen viele einen Denkfehler: Sie glauben, Obama an europäischen Maßstäben messen zu können."

Ex- Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sagte: "Die Todesstrafe gehört weltweit abgeschafft. Die Todesstrafe ist genauso unmenschlich wie das ihr zugrundeliegende Verbrechen." .....


Quelle / Zitat aus: 27.06.2008 / www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/412/182845/